Friesland entdecken Schiffsname: Aqua GratiaLänge: 13,50 MeterVercharterer: Aqualux Yachtcharter BVHeimathafen: IrnsumGesamtstrecke: ca. 240 km Sonntag: Irnsum –> Kuilart (44 km)Montag: Kuilart –> Lemmer (31 km)Dienstag: Lemmer –> Urk (35 km)Mittwoch: Urk –> Sloten (40 km)Donnerstag: Sloten –> Irnsum (38 km)Freitag: Irnsum –> De Alle Feanen (44 km) –> Meine persönliche Empfehlung

Brückenöffnungszeiten beachten Nach dem beeindruckenden Erlebnis eines Hausbooturlaubs im August 2015 machten wir uns sogleich auf die Suche nach einer weiteren Möglichkeit, den nächsten Urlaub wieder auf dem Wasser verbringen zu können. So fanden wir ein Einführungsangebot für eine über 13 Meter lange Yacht in den Niederlanden im März 2016. Da vom Vercharterer bei Buchung eines zusätzlichen IJsselmeerpakets die Sportbootführerscheine erforderlich wurden und wir noch weitere Urlaube dieser Art zukünftig machen wollten, meldeten wir uns bei einer Sportbootschule an, um noch vorher die Sportbootführerscheine See und Binnen zu machen.   Dann war es endlich soweit und wir bestiegen am Freitag, 18.03.2017, die Aqua Gratia im Heimathafen der Fa. Aqualux in Irnsum. Für die Törnplanung, die ich mit Hilfe von Openseamap durchführte, kam mir die Erfahrung mit dem Hausboot zu Gute, um die Tagesstrecken besser einschätzen zu können. Auf Openseamap finden sich alle Angaben zur Betonnung sowie Hafenanlagen, weshalb ich diese Seite jedem Skipper wärmstens empfehlen kann. Allerdings hatte ich die Rechnung ohne die Saisonzeiten gemacht. So kam es, dass bereits unsere erste Tour zum IJsselmeer vor der Hebebrücke in Warns endete, denn in den Niederlanden sind fast alle Hebebrücken in der Zeit von November bis März geschlossen. Wir mussten also umkehren und fuhren ein paar Kilometer zurück, um im Yachthafen De Kuilart zu übernachten.

Der Urlaub in Bilder

 

IJsselmeer mit Seegang Das IJsselmeer als Ziel fuhren wir am nächsten Tag nach Lemmer, in der festen Annahme, dass die dortige große Schleuse in Betrieb sein wird. Nachdem wir uns im dortigen Yachthafen eingerichtet hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum IJsselmeer, um schon einmal einen ersten Eindruck zu bekommen. In einer großen Strandbar, die zum Glück auch außerhalb der Saison am heutigen Sonntag geöffnet hatte, genossen wir den herrlichen Sonnenuntergang über dem Wasser des IJsselmeers. Vor der Abfahrt am nächsten Morgen füllten wir den Frischwassertank. Danach ging es durch die geöffnete Schleuse aufs IJsselmeer. Sogleich sahen wir uns einem stärkeren Seegang ausgesetzt, bei dem sich meine Frau als Neuling auf der See nicht mehr wohl fühlte. So endete dieser Tagestörn bereits nach 35 km in Urk, einem malerischen Fischerdorf am IJsselmeer. Den ursprünglichen Plan das IJsselmeer zu überqueren verwarfen wir, nachdem meine Frau mit dem Hafenmeister von Urk gesprochen hatte. Dieser sagte ihr, dass DAS SCHIFF kein Problem mit dem Wellengang haben werde … aber sie vielleicht!So entschlossen wir uns, lieber in der Küstennähe bleibend wieder über Lemmer zurück in den ruhigeren Binnenbereich zu fahren. Aufgrund der Empfehlung des Schiffseigners liefen wir am Nachmittag im kleinen Hafen von Sloten ein. Und uns wurde nicht zu viel versprochen: Mitten durch diesen urgemütlichen Orte geht ein kleiner Fluß mit jeweils einem Wassertor auf jeder Seite, welche aber für unsere Yacht zu klein für eine Durchfahrt sind. Den Abend rundeten wir mit einem langen Spaziergang rund um und durch diesen idyllischen Ort ab. An den letzen beiden Urlaubstagen auf dieser luxuriösen Yacht ließen wir die Landschaften Frieslands auf uns wirken, fuhren über große Seen zurück zum Heimathafen, um am letzten Tag auf kleinen Kanälen das Naturschutzgebiet De Alle Feanen zu erleben. Auch wenn auf unseren ersten Törns durch Friesland nicht alles planmäßig lief, so minderte das unsere Freude und Abenteuerlust auf die noch kommenden Zeiten auf Motorbooten in keiner Weise!

Meine Empfehlung HebebrückenIn der Zeit von November bis März sind die meisten Hebebrücken in den Niederlanden geschlossen. Das sollten bei der Tourenplanung unbedingt beachtet werden. Auch wenn viele Brücken zwischenzeitlich kostenlos sind, so empfehle ich trotzdem immer etwas Kleingeld in Form von 50 Cent und 1 EUR Stücken an Deck bereit liegen zu haben, denn an manchen Brücken ist auch heute noch Brückengeld von 1,50 EUR bis 2,00 EUR zu entrichten. Dieses wird während der Durchfahrt in ein Behältnis, oft ein Holzschuh, welches vom Brückenwärter mittels einer Angel hergeschwenkt wird, gelegt.UrkDas alte Fischerdorf Urk besitzt ein gut erhaltenes, kompaktes Zentrum mit einem alten Fischereihafen, einem Heimatmuseum im Alten Rathaus und vielen alten Häusern. Sie ist die älteste und kleinste Gemeinde in der niederländischen Provinz Flevoland. Die streng religiöse, reformierte Bevölkerung hält noch an verschiedenen Traditionen fest. Die Trachten werden jedoch kaum mehr getragen. Beliebt ist das Singen: Urk hat einige bekannte Männerchöre. Aufgrund ihrer Frömmigkeit spenden viele Urker viel Geld für wohltätige Zwecke (unter anderem Hilfe an Völker in Afrika). Auf Urk wird pro Kopf mehr für Wohltätigkeit ausgegeben als in jedem anderen Ort in Westeuropa. (Wikipedia)Sloten / SleatSleat (das ist der Friesische Name, niederländisch: Sloten) ist die kleinste Stadt (mit Stadtrechten) der Niederlande. Sie entstand im 13. Jahrhundert als Niederlassung in der Nähe eines Hauses der Familie Harinxma thoo Sloten. Erstmals als Stadt wird Sleat auf einer Urkunde vom 30. August 1426 genannt. Im Jahr 1523 war Sleat in Streitigkeiten um die Vorherrschaft in Friesland verwickelt. Die geographische Lage des Ortes war günstig. Er lag an der Wasserstraße zwischen Snits und der südlichen Zuiderzee (heute: IJsselmeer) mit ihren Hansestädten entlang der IJssel. Zudem kreuzte hier der Handelsweg über Land von Starum, einer wichtigen, mittelalterlichen Handelsstadt nach Deutschland. Sloten hatte daher für den mittelalterlichen Handel eine Schlüsselposition, zumal hier die Ie überquert werden musste. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke über die Ee durch deutsche Truppen gesprengt. Heute hat die Bedeutung von Sleat nachgelassen. Im Sommer bilden Wassersportler die Haupteinnahmequelle, für die südlich des Ortes ein Yachthafen und Steganlagen gebaut worden sind. Ganzjährig kommen aber auch Tagestouristen in den Ort, um die historische friesische Architektur zu bewundern. Darüber hinaus gibt es im Ort eine große Fabrik zur Produktion von Viehfutter für Jungvieh. (Wikipedia)OpenSeaMapOpenSeaMap (http://www.openseamap.org/) wurde 2009 ins Leben gerufen als Reaktion auf den großen Bedarf an frei zugänglichen Karten für die Seefahrt. Ziel von OpenSeaMap ist es, für den Seemann interessante nautische und touristische Information in die freie Weltkarte einzutragen und in nautisch ansprechender Weise darzustellen. Dazu gehören Leuchtfeuer, Tonnen und andere Seezeichen, Hafen-Informationen, Reparaturwerkstätten, Schiffszubehör und vieles mehr, aber auch Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. OpenSeaMap ist ein Projekt von OpenStreetMap und verwendet dessen Datenbank. Begonnen hatte alles mit dem Musterhafen "Warnemünde" und mit der Kieler Förde. OpenSeaMap ist eine weltweite freie Seekarte und gleichzeitig eine Landkarte. Als Basiskarte wird aus den Geo-Daten von OpenStreetMap mit Mapnik eine eigene Karte gerendert. Diese Karte ist mit nautischen Daten ergänzt, die ebenfalls in der OSM-Datenbank gespeichert sind. Mit OpenLayers werden nautische Zusatzinformationen darübergelegt. Dazu werden auch externe Daten verwendet. Diese werden auf der Karte anklickbar in einem Popup angezeigt. (wiki)